Oh Lindenau

Lindenau_klein

Im Westen Leipzigs bist du gelegen, bist meine Heimat ganz und gar,
Oh Lindenau, wo bin ich gewesen, mit dir zu leben scheint wunderbar.

Wie viele Jahre sind nur vergangen, trägst deine Fassade – grau in grau –
gleichwohl, dein Anblick scheint vertraut, Oh Lindenau, mein Lindenau.

Nah deines Herzens haus‘ ich nun und lausche deinem Sirenengesang,
Oh Lindenau, lässt mich nicht ruh’n, bist ungestüm, gar nächtelang.

Auf dem Markt herrscht reges Treiben, mehr oder minder bewusstseinsklar,
Spilunken rufen auf zum Verweilen, Oh Lindenau, machst Sünden wahr.

Auf deiner schlichten Handelsmeile, wird Kaufen zum Erlebnistrip,
Oh Lindenau, so ich verweile im Aldi – Einkaufs – Paradies.

Es zieht mich weiter, passioniert, so vieles kann ich hier berichten,
von vertrauten Gemäuern inspiriert, Oh Lindenau, erzählst Geschichten.

Wohin die Wege mich auch führen, mein Kopf gen Boden stets gewandt,
Oh Lindenau – du magst verführen – hast Schattenseiten, stets bekannt.

In deinen Straßen pulsiert das Leben, facettenreich und ungeniert,
dem freien Sein entgegen strebend, Oh Lindenau, du inspirierst.

So kennt man dich, in zahllos‘ Zügen, bist Opponent und Visionär,
Oh Lindenau, es mag mich trügen, was Leipzig ohne dich wohl wär‘.

3 Gedanken zu „Oh Lindenau

  1. der Stolpervogel

    Merseburger Zauberspruch:

    War einst eine Frouwe mit empfindlichen Ohren,
    hatt‘ doch ihr Herz an dis Lindenau verlohren.
    Wurd zwar im lauten Kämmerlein nit mehr geseh’n,
    wird doch oft d’ran vorübergeh’n.
    Denn alsbald hatt‘ sie ein Heim gefunden,
    dahin wandelst Du keine Stunden.
    Mit vielen Lindenfreunden unter einem Dach,
    so ruft sie heute „Ach!
    Wie schön, dass ich dies Fleckchen Erde
    entdeckt hab und hier bleiben werde!“

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